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Und wieder ein neuer Tag. Der letzte im Lake District, der sich zum Abschied noch mal von seiner schönsten Seite zeigt; die Landschaft leuchtet geradezu in der Morgensonne. Wir verlassen hier das Tal und wenden uns wieder nach Osten auf den nächsten Hügel.

Wainwright bedauert es auch, dass wir den Lake District heute hinter uns lassen werden. Aber... ach was, das muss ich dir einfach mal aus seinem Wanderführer vorlesen, schon wegen des unbeschreiblichen Humors darin:

„This is farewell to Lakeland, and farewells to Lakeland are always sad. What follows is anti-climax – level walking instead of up and down, trees and fields and villages instead of rough and lonely hills: lovely, yes, but not excitingly beautiful as the crossing of Lakeland has been. Well, it’s not too late to abandon the coast to coast idea and stay on in Patterdale. There is nothing as good ahead, admittedly – the big fault of doing this walk in a west to east direction ist that the best comes first. Anyway, please yourself. Stay if you want to and I’ll carry on alone, and no hard feelings. You’ll think of something to tell the folks at home... Mind, you might find yourself thinking in the next few days about Shap and the limestone plateau beyond, and wondering what Swaledale is really like and whether the North York Moors are as attractive as people say. You could have regrets. And (let’s be clear about this) you can’t expect to get your money back for the book if you prefer not to continue the walk... Coming with me? Good. I thought you would.“

„Das heißt Abschied von Lakeland, und Abschied von Lakeland ist immer eine traurige Sache. Was danach kommt, ist eher ernüchternd: Wandern über Ebenen statt Auf und Ab, Bäume und Felder und Dörfer statt schroffer und einsamer Berge: schon schön, klar, aber nicht so atemberaubend herrlich, wie der Weg durch Lakeland war. Nun ja, es ist noch nicht zu spät, den Coast-to-Coast-Gedanken fallen zu lassen und einfach in Patterdale zu bleiben. Zugegeben, etwas so Schönes liegt nicht mehr vor uns; der Schwachpunkt der Richtung von West nach Ost liegt darin, dass das Beste zuerst kommt. Also mach, was du willst. Bleib hier, wenn du magst, dann gehe ich halt allein weiter, und nichts für ungut. Du wirst dir dann halt was ausdenken müssen, was du zu Hause erzählen kannst... Allerdings könnte es sein, dass du in den nächsten Tagen an Shap und die Kalksteinhochfläche dahinter denkst, oder dass du dich fragst, wie es in Swaledale eigentlich aussieht, oder ob die North York Moors wirklich so anziehend sind wie man hört. Du könntest es bereuen. Und (damit das klar ist) du wirst dein Geld für dieses Buch nicht zurückkriegen, wenn du es vorziehst, nicht weiterzugehen... Ach, du kommst doch mit? Gut. Das habe ich erwartet.“

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Text und Fotos ©Volker Gringmuth 1996–2015