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Freizeit in Borås, 12.–27. August 2002

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Vormittags-Programme

Natürlich ist das Einfach-Spaß-Haben eine sehr wichtige Sache auf jeder Freizeit (und hat auch am meisten Zeit!), aber es hat einen Nachteil: nach zwei Wochen ist es vorbei. Deshalb wollen wir auf unseren Freizeiten auch Inhalte behandeln, von denen junge Leute noch länger etwas haben, vielleicht ihr ganzes Leben lang.

Da ging es dieses Jahr sehr unterschiedlich zu: An jedem normalen Tag fanden „Unterrichtsfächer“ statt (dazu waren die Teilnehmer in vier Gruppen aufgeteilt), in der ersten Woche gab es zusätzlich vier Einheiten über grundsätzliche Fragen der Lebensgestaltung im Plenum (also für alle zusammen), in der zweiten wurden dann „Schwerpunktfächer“ angeboten, die jeder für sich wählen konnte.

Die Plenums-Veranstaltungen

Buch-Tipp:

Tu, was du willstFernando Savater:
Tu, was du willst – Ethik für die Erwachsenen von morgen
Taschenbuch: ISBN 3407755074; 152 Seiten; 5,90 €

Inhalte

Was fange ich mit meinem Leben an? Wie treffe ich Entscheidungen? Warum bin ich für meine Entscheidungen verantwortlich? Was bedeutet „Freiheit“?

Fragen, mit denen sich jeder junge Mensch beschäftigen sollte und die wir an vier Vormittagen kurz angerissen haben. Hier nochmal in Ultrakurzfassung zum Nachdenken.

  1. Freiheit – was ist das?

    Freiheit bedeutet, dass es nie nur eine Möglichkeit zum Handeln gibt, dass wir Menschen nicht auf bestimmte Reaktionen und Verhaltensmuster programmiert sind. Freiheit bedeutet nicht Allmacht und nicht Willkür, sondern spielt sich immer innerhalb von Grenzen ab – meine Freiheit endet da, wo die des anderen anfängt.

  2. Entscheidungen treffen

    Im täglichen Leben machen wir das meiste, ohne darüber nachzudenken, aber manchmal hält das Leben auch Konfliktsituationen für uns bereit, in denen wir zwischen mehreren Übeln entscheiden müssen. Dann kommt es darauf an, was für Werte wir haben, um das kleinste Übel auswählen zu können.

  3. Tu, was du willst!

    Die Betonung liegt auf „Tu“, nicht auf „willst“. Das heißt: Finde heraus, was für ein Leben du führen willst, und dann richte dich danach. Wenn du einen Plan für dein Leben hast, dann kannst du auch die richtigen Entscheidungen treffen.

  4. It’s My Life

    Keiner kann dir die Entscheidung abnehmen, wie du leben willst. Du selbst gestaltest dein Leben – ob du an Gott glaubst und seine Maßstäbe annimmst oder nicht, spielt dabei gar keine Rolle. Du bist für dein Leben verantwortlich, also gestalte es bewusst.

Die Unterrichtsfächer

Klingt nach Schule, ist es aber nicht. Manche sind lustig, manche ernsthaft, manche Spiel & Spaß, manche zum Nachdenken. Angeboten wurden folgende „Fächer“ (in order of appearance):

  • Körpersprache
  • Gaben
  • Evangelisten
  • Sinne
  • Historie I
  • Bibellesen
  • Scheitern und Weitermachen
  • Historie II

Die Wahlfächer

Hoch lebe Astrid Lindgren. In ihren Büchern geht es häufig unter der Oberfläche um sehr ernste Themen. Unsere Teilnehmer entschieden sich für je ein Schwerpunktthema an vier Vormittagen – ohne zu wissen, dass ein Buch von Astrid Lindgren dahinter stand...

  • Familie

    Wir Kinder aus Bullerbü

  • Freiheit

    Pippi Langstrumpf

  • Streit und Versöhnung

    Ronja Räubertochter

  • Leid und Tod

    Die Brüder Löwenherz