einklich.net  > Freizeiten  > Borås 2002

Freizeit in Borås, 12.–27. August 2002

zum Index

Das Verhängnis

Beitrag von Julia Goerke; ausgezeichnet mit dem Oscar für Bestes Drehbuch

Das Stück lebt davon, dass sämtliche wörtlichen Äußerungen von den Darstellern, die das Stück natürlich noch nicht kennen dürfen, spontan erfunden werden müssen. Empfehlung: Besetzung mit vertauschten Geschlechtern...

Rollen:

König (Meike Körber), Königin (Nils Eglitis), Prinzessin (Gaby Walter), Prinz (Frank Fischer), Hofnarr (Johannes Stöckmann), Räuber (Bernd Breymann), Fee (Eva Brendler), Erzähler (Julia Goerke)

Material:

3 Kronen, Spiegel und Bürste, Jacke, Mütze (Hofnarr), 3 „Pferde“, Tuch und Revolver, Fesseln, Feenschleier

Es war einmal in alten, alten Zeiten, da lebten in einem kleinen, friedlichen Reich der König mit seiner Gattin und der Tochter, der hübschen Prinzessin. Und dann gehörte noch einer zur Familie, der Hofnarr. Sie lebten glücklich und zufrieden und alles wäre gut gegangen, wenn da nicht jener verhängnisvolle Tag gewesen wäre.

Alles begann mit einem ganz normalen Morgen. Der König räkelte sich im warmen Himmelbett und sprach müde: „...“, worauf ihm seine Gattin erwiderte: „...“ . Der König aber meinte nur: „...“, so dass die Gattin verärgert schrie: „...“.

Währenddessen saß die Prinzessin vor dem Spiegel und kämmte ihr wundervolles Haar. Lächelnd sprach sie zu ihrem Spiegelbild: „...“. Dies aber beobachtete der Prinz des Nachbarreiches, der seit Jahren versuchte, das Herz der Prinzessin zu gewinnen und selbst den Ritt am frühen Morgen nicht scheute, um der Prinzessin beim Haare kämmen zuzuschauen. Voller Leidenschaft sprach er zu sich selbst: „...“.

Die Prinzessin aber, mit den Gedanken ganz woanders, meinte: „...“.

Der König und die Königin saßen schon beim Frühstücksmahl und die Königin schrie nach der Prinzessin: „...“. Der König meinte vorwurfsvoll: „...“. So kam die Prinzessin zur Tafel, gab dem Vater und der Stiefmutter einen Kuss und sagte lässig: „...“, worauf die Stiefmutter sofort wieder meinte: „...“, während der König mal wieder nur die Hälfte mitbekam. Die Prinzessin wollte an diesem Morgen ausreiten, und da sie die Frühstücksmahle mit den Eltern sowieso immer langweilten, nahm sie ihren Mantel und verabschiedete sich mit den lustlosen Worten: „...“.

Da sie aber keinen Schritt ohne den Hofnarren tat, rief sie: „...“. Dieser kam sogleich und erzählte einen seiner berüchtigten Witze: „...“. Zusammen ritten sie hinaus.

Der Prinz verfolgte sie, ohne das sie ihn sahen. Er dachte: „...“. Schließlich fasste er sich ein Herz, stürmte voran und stellte sich Hofnarr und Prinzessin in den Weg mit den Worten: „...“. Vom Anblick und den Worten des Prinzen so erschrocken, fiel die Prinzessin in Ohnmacht, direkt in die Arme des Hofnarren. Dieser meinte: „...“. Der Prinz daraufhin verlegen: „...“. Der Hofnarr aber kannte ein gutes Mittel, die Prinzessin wieder zu erwecken: „...“.

Kaum aber war sie bei Bewusstsein, überraschte sie ein Räuber mit den Worten: „...“, woraufhin die Prinzessin wieder dem Hofnarren ohnmächtig in die Arme fiel. Dieser stöhnte: „...“. Der Räuber schrie: „...“, und der Prinz meinte voller Angst: „...“. Darauf der Räuber böse: „...“, und schleppte die drei in eine dunkle Höhle ab.

Dort fesselte er sie und schrie: „...“, worauf die Prinzessin zitternd und angstvoll sagte: „...“. Und der Prinz meinte: „...“. Der Hofnarr aber, ein Mann ohne Angst, meinte cool: „...“. Der Räuber verließ die Höhle mit den drohenden Worten: „...“.

Wenig später fielen die drei vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf. Der Hofnarr schnarchte. Da erschien dem Prinzen im Traum eine Fee, die mit warmer Stimme sagte: „...“. Der Prinz erwiderte verwirrt: „...“. Die Fee aber beruhigte ihn: „...“, und verschwand wieder in der Dunkelheit der Nacht. Voll neuer Kräfte gelang es dem Prinzen sich durch einen geschickten Kraftakt zu befreien, entfesselte die schlafenden anderen und versteckte sich vor dem Räuber. Dabei dachte er: „...“.

Als der Räuber, schauderliche Lieder singend, zurückkam, überwältigte der Prinz den Räuber. Vom Lärm wachten der Hofnarr und die Prinzessin auf. Geblendet von der Heldenhaftigkeit des Prinzen, der noch immer den Räuber auf dem Boden hielt, fiel die Prinzessin auf der Stelle in Ohnmacht. Natürlich in die Arme des Hofnarren. Dieser konnte dazu nur noch äußern: „...“. Und selbst der Prinz meinte ärgerlich: „...“, worauf aber die Stimme der Fee in seinem Inneren meinte: ... .

Den gefangenen Räuber führten sie nun ab und ritten glücklich zum Schloss. Der Prinz dachte bei sich: „...“. Die Prinzessin aber stellte sich vor ihn, rieb sich die Hände und meinte mit Reue: „...“, worauf der Prinz verzeihend meinte: „...“, und sie drückten sich mit aller Herzlichkeit, die man sich nur denken kann,... ...die Hände.

Im Schloss wartete schon der König, der sich Angst und Sorgen gemacht hatte. Er fiel Prinz und Prinzessin in die Arme und sagte freudig: „...“. Zum Hofnarren aber sagte er: „...“.

Als aber die Königin den Räuber erblickte, erbleichte sie, schrie laut auf und kreischte hysterisch: „...“. Der Räuber aber schrie vorwurfsvoll zurück: „...“, worauf die Königin mit jammervollen Worten zusammenbrach: „...“, und starb.

Der König aber meinte erleichtert: „...“, und auch die anderen freuten sich aufgeregt. Nun konnte das große Fest steigen und der König rief aus: „...“. Und so geschah es.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

nach oben