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Freizeiten in Hynnekleiv

siehe auch: ein Anreisebericht | Hynnekleiv 2001

Liebes Volke, lasst euch sagen:
Mich hat es in das Land verschlagen,
das sich Norrewegen nennt
und außer Holz nur Wasser kennt.

(aus einer Büttenrede des Teilnehmers Thomas Sch.)

Landhandel„Hünnekläw“ (so spricht man es aus) findet sich nicht auf jeder Karte. Aber wenn man Arendal gefunden hat (von der Südspitze Norwegens aus östlich der Küste entlang), dann braucht man nur noch 30km landeinwärts zu gehen, und da ist es. Vielleicht ist dort auch „Svenes“ eingetragen - das liegt nebenan.
Hynnekleiv ist ein sehr gemütliches kleines norwegisches Dorf, das außer dem Freizeitheim noch zehn oder zwölf Wohnhäuser umfasst sowie einen Laden (rechts), der die Apotheke und die Post auch gleich beinhaltet und ein köstliches Eis verkauft.


LeirskoleWir wohnen in einer „Leirskole“, das ist eine Art Schullandheim. Jede norwegische Schulklasse muss eine (gesetzlich festgelegte!) Zeit in so einer Leirskole verbringen, wo sie praxisnahen natur- und landschaftskundlichen Unterricht bekommt. Das ist eine lustige Sache, denn der Zweck der Übung ist nicht Arbeitenschreiben, sondern dass die Schüler ihr (wirklich) schönes Land kennen und schätzen lernen.


Wildbach 1Die Hynnekleiv Leirskole liegt dafür ideal: zwischen zwei Badeseen, einem flachen, eher kleinen, und einem tiefen, mehrere Kilometer langen mit coolem Felsenufer, Inseln drin und allem, was man so braucht, einschließlich Kanus am Ufer, die der Leirskole gehören.

Außerdem fließt direkt hinter dem Haus ein wunderschöner Wildbach, und zwar in den kleineren Badesee.


Man kann dort:

  • am Wildbach sitzen und vor sich hin träumen
  • oder versuchen, Fische zu fangen.
  • mit etwas Glück Elche sehen (richtige freie im Wald!)
  • Kanu und Kajak fahren
  • jede Menge purer Natur vor der Haustür bewundern
  • schwimmen ohne Ende, in so klarem Wasser, dass man's trinken kann
  • Volleyball und Fußball spielen (letzteres... na jaaa, kein sehr gepflegter Rasen...)
  • Blaubeeren sammeln und Multebeeren stehen lassen (Naturschutz!)
  • durch echten Urwald wandern
  • Tischtennis und Billard spielen (wenn man das Abenteuer sucht)
  • gemütliche Abende am Kamin veranstalten
  • oder auch sehr lebhafte im ganzen Haus
  • in den Fjäll fahren, die (fast) unberührte Berglandschaft
  • oder auch an die Küste fahren und im Skagerrak baden
  • Fladbrød1 mit Kulturmelk2 und Brun Farin3 probieren
  • oder norwegischen Karamel-Käse (lecker!)
  • oder auch norwegischen Lachs (mag ich persönlich weniger...)
  • eine wunderschöne Sprache zu hören bekommen, und vielleicht ein bisschen selbst lernen
  • und noch eine ganze Menge mehr!

1 eine Art plattgebügeltes Knäckebrot, praktisch ohne jeden Eigengeschmack
2 Kreuzung von Dickmilch und Joghurt, leicht säuerlich und unglaublich lecker
3 brauner Rohzucker, der mehr fließt als rieselt

Kanufahren
Kanufahren auf dem nahen Fluss...

Wildbach 2
...bevor er zum Wildbach wird (hinterm Haus)

Terje
In memoriam: Terje „Terrier“ Pedersen, Meister der Kanutouren und jahrelang Hausmeister der Leirskole. Jetzt lebt er mit seiner Familie wieder irgendwo in einem einsamen Haus in den weiten Wäldern Norwegens und arbeitet als Steinmetz

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