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Stundenplan

So sah ein normaler (hä?) Pitlochry-Freizeittag aus:

Um 10 Uhr gab's Frühstück. Schließlich waren wir im Urlaub und nicht beim Militär.

antike Personalrufanlage im Flur45 Minuten vorher wurden die Teilnehmer geweckt. Wie, das blieb dem jeweils zuständigen Mitarbeiter (dem "Tagesleiter") überlassen: vom Ghettoblaster über Selber-Singen bis hin zu Besteck-im-Blechtopf-Schütteln (Methoden sind das...) war alles denkbar.

(Aufgaben der Tagesleitung sind: Wecken, Tischgebete, Ansagen, Organisatorisches, Schlussandacht vorm Schlafengehen - und wer weg gehen will, muss sich beim Tagesleiter abmelden.)

Um elf, wenn auch der Spüldienst fertig war, begann das Vormittagsprogramm in der Halle. Einige Lieder wurden gesungen, ein kurzer "Peanuts"®-Sketch zum Thema gespielt, evtl. Zeit für Gebete gelassen - ganz nach Laune.

Nach einer halben Stunde befanden wir uns (theatralisch) auf dem dritten Landsitz von Theophilus, der seinem ständig anders heißenden Diener Feuer unterm Hintern machte (weil der die Säulen nicht richtig poliert hat) und Besuch von Lukas bekam, der wieder einen neuen Teil seines Evangeliums fertig hatte. "Guten Morgen, Gottlieb!" - "Theophilus." - "Filus? Seit wann heißt du denn Filus?" - "Theo-philus!" (zur Fortsetzung des ewig gleichen Dialogs einfach einen Insider fragen)

Dann wurde etwa eine halbe Stunde locker über diesen Teil des Evangeliums referiert: Warum erzählt Lukas uns das, was will er damit deutlich machen, was will er über Jesus erzählen, und was will er bei uns auslösen? Dabei haben wir das Evangelium bewusst einmal in "große Portionen" aufgeteilt, um nicht über Details zu reden (das tut man schon genug), sondern einmal die grundsätzliche "Stoßrichtung" in den Blick zu bekommen, sich einen Überblick über das ganze Werk zu verschaffen.

Pitlochry - Tourist InformationAnschließend haben wir in Kleingruppen über persönliche Fragen zum Thema geredet und ein bisschen weitergedacht. Jede Kleingruppe bestand aus 6-7 Teilnehmern und ein bis zwei Mitarbeitern.

Um zwei Uhr gab's Mittagessen - klar, verschobener Tagesablauf.

Nach dem Mittagessen (und den nötigen Ansagen für den Rest des Tages) wurden die täglichen Freizeitcharts ermittelt: die TopFive. Vorschläge kamen von den Teilnehmern, dann wurde abgestimmt, und der No.1-Hit des Tages war dann die inhaltliche Grundlage für die Schlussandacht um 24 Uhr. Was den einen oder anderen Tagesleiter zu Improvisationen zwang, wenn ein Inhalt entweder nicht da oder kaum verständlich war. Aber dann kennt ihn eh keiner, also was soll's...

Der Nachmittag stand dann jedem zur freien Verfügung: im Speisesaal befand sich ein "Stehcafé" (mit frisch gebackenem Kuchen), das hauseigene Schwimmbad war jeden Tag von vier bis sechs geöffnet (entweder Ballfangen Jungs gegen Mädels oder Untertauchen jeder gegen jeden), Tennisplätze, Billardraum (mit einem Tisch, auf dem die üblichen Gesetze der Physik nur sehr eingeschränkt gelten) und Kicker warteten auf Kundschaft, und die Souvenirgeschäfte in Pitlochry ebenso. Im Kunstraum der Schule ließen T-Shirts etc. eine farbliche Umgestaltung über sich ergehen.

Da in jeder nur denkbaren Ecke dieses Hauses außerdem ein Klavier steht, fehlte es natürlich auch nicht an massenhaften Für-Elise- und Flohwalzer-Interpretationen.

Als freie Angebote gab es um 18.45 "B-Online"® (gemeinsames Bibellesen und Darüber-Reden) und um 19.30 "EXTRO 2000"® (Grundlagen von Lebensgestaltung und Persönlichkeitsentwicklung zum Selberweiterdenken).

EXTRO-MottoAbendessen war um 20 Uhr.

Um 21.30 noch einmal Programm für alle: mal lustige Spiele mit oder ohne ernsten Hintergrund, mal wurden ernste Themen präsentiert (siehe "Tagebuch"), über die man meist nur auf Freizeiten zum Nachdenken kommt, weil man im Alltag keine Ruhe dafür hat. Auch dafür ist eine Freizeit schließlich da.

Danach als Angebot Nachtcafé - in der Eingangshalle des Haupthauses und im Speisesaal gab es Sachen zum Knabbern und Getränke, es wurde gekickert, Karten oder Schach oder sonstwas gespielt, Musik gehört, gepuzzelt oder einfach nur geredet.

Um 24 Uhr folgte die Schlussandacht (keine lange Predigt, nur ein kurzer Gedanke über den Hit des Tages), um 24.30 waren die Teilnehmer (theoretisch) im Bett und die Mitarbeiter auf "ihren" Teilnehmerzimmern, um eine Gutenachtgeschichte vorzulesen oder sich einfach nur noch weiter zu unterhalten, und um 25 Uhr war Nachtruhe. Ebenfalls theoretisch. Einige Teilnehmer waren nämlich etwa ab dem 5. Tag permanent übermüdet, keine Ahnung, woran das lag... manche Leute hörten im Halbschlaf gelegentlich Weihnachtslieder(!) durch die Decke dröhnen... (Hinweis an Teilnehmer: Es gibt Sachen, die die Mitarbeiter wirklich nicht merken, aber es gibt auch viele Sachen, die sie eher aus Höflichkeit nicht merken!)

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