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Freunde

Ein großes Wort

Norwegenfreizeit, Männerabend. Thema: Männerfreundschaften.

Kein leichtes Thema für Jungen. Komisch. Jedes Mädchen, jede Frau hat eine beste Freundin, aber...

Erste Runde: „Wie heißt dein bester Freund?“ Häufigste Antwort, manchmal sofort, manchmal zögernd: „Ich habe keinen besten Freund...“

Jungen haben Kumpels, Bekannte - aber einen Freund? Eine enge, persönliche Beziehung zu einem anderen Jungen? Da ist man ja schon halb als schwul abgestempelt.

Frank und ich erzählen aus unserer Freundschaft, wie sie gewachsen ist und was sie uns bedeutet. Einige der Jungen haben einen Freund und erzählen davon. Die Runde gerät ins Träumen: Was wäre mit einem Freund eigentlich alles möglich?

Abschlussrunde: „Wer wünscht sich einen Freund?“

Alle.

Das Wort Freundschaft hat in meinem Leben einen sehr hohen Wert. Um so höher, je mehr er um mich herum an Wert verliert.

Ein Freund ist nicht einfach einer, den ich kenne und der mich nett findet. Ein Freund ist ein Mensch, der einen bedeutenden Platz in meinem Herzen hat, und in dessen Herz ich einen ebensolchen Platz habe. Daraus ergibt sich eine Beziehung, die nicht so leicht erschüttert werden kann.

Diese Beziehung ist von Vertrauen geprägt. Ich kann mich darauf verlassen, dass ein Freund mir nicht schaden wird, sondern es gut mit mir meint - gerade dann, wenn er mich kritisiert und hinterfragt.

Freundschaft kann nicht einfach konsumiert werden. Freundschaft verlangt Gegenseitigkeit. Es gibt nur einen Weg, einen Freund zu haben, nämlich: selbst einer zu sein.

Trotzdem können Freundschaften ganz unterschiedlich aussehen - wenn du dir mal die zwei Gruppen ansiehst, in die man meine Freunde einteilen könnte, nämlich in

Erwachsene   und   Kinder.

(Womit es den Teenies unter meinen Freunden überlassen bleibt, sich selbst einzuordnen...)