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03. Jun. 2016

Beobachtungsberichte

Beobachtungsbericht vom 23. August 2003

Einklich liege ich ja schon längst im Bett, aber als ich vorhin zu diesem Zweck das Fenster aufmachte, lächelte mir ein dermaßen klarer Himmel entgegen ... eine Wohltat nach den drei bis vier Wolkennächten. Trotz Müdigkeit Fernglas geschnappt und kurz vor die Tür.

Hätte mir gern noch mal Uranus beäugt, aber der nächste Punkt mit Südaussicht ist sieben Minuten Fußmarsch weg :) also Beschränkung auf Nord/West und Zenit.

Eine schöne Letztes-Viertel-Nacht! Das merke ich daran, daß ich ohne Brille die Milchstraße sehe. Aber nicht nur unsere: auch M31 war für meine kurzsichtigen Äuglein noch klar sichtbar, und im 10×50 traumhaft: der helle Kern in voller Klarheit, und etwas "Nebliges" drumherum war auch auszumachen.

Störend war nur der hauseigene Lichtrotzer einer Disco unten im Tal, dessen Lichtkegel immer wieder durch das Bildfeld fuhr ... na ja.

Dann bleiben wir doch gleich beim Thema, auf zur nächsten Milchstraße, M33. Nicht wirklich ein Fernglasobjekt zwischen Tür und Angel, aber der Kern war gut erkennbar.

Zurück nach Hause, in unsere eigene Galaxis. Vom Triangulum ist es ja nun nicht mehr weit zum h+chi. Aber unterwegs blieb ich zwischen Alamak und Algol doch noch an etwas anderem auffallend Sternhaufigem hängen, das ich noch nicht kannte: M34, lt. CdC 60 Sterne auf 25 Bogenminuten, einige davon waren im Glas auflösbar.

Die Plejaden standen schon ein Stück über den Bäumen. Noch sehr im Dunst, nur die hellsten Sterne sichtbar.

Aber die in allen Farben schillernde Sternansammlung um Mirfak war völlig klar, vor allem der rote HD 21552 und sein blauer Nachbar HD 21699 sehen einfach prächtig aus.

Der "Sternhaufenhaufen" zwischen Perseus und Cassiopeia nahm mich dann lange gefangen. h+chi und der "Lichterkettenhaufen" zwei Grad nördlich davon (CdC nennt ihn "Stock 2" - hat der sonst keinen Namen?) funkelten um die Wette. Die muß ich mir noch mal ansehen, wenn ich nicht ganz so müde bin. Hoffentlich morgen.

Dann ließ ich das Glas durch den südlichen Fuhrmann schweifen. Hoppla, da war doch wieder ein Sternhaufen! M37, auch noch nie bewußt gesehen (einklich hatte ich ja keine Messier-Tour heute nacht geplant ...). Hübscher Haufen, ab 50-fach bestimmt noch schöner.

Aber da hob auch schon der Stier sein rotes Auge über die Baumkronen, während mir die meinigen zufielen. Deshalb falle ich jetzt ins Bett.