Volkers Fotoalbum

Taulender 2021

Bild Nr. 9
Und so siehter aus der Nähe aus, der höchste Berg des Taunus und des Rheinischen Schiefergebirges. Wie hoch er genau ist, ist eigenartigerweise rätselhaft, die amtlichen Topographischen Karten behaupten je nach Maßstab etwas zwischen 878 und 880 m. Was sagt er selbst? Sein Gipfelkreuz (von hier aus hinter dem fetten Turm) behauptet 879,5 m. Glauben wir das mal. Was dagegen außer Zweifel steht, ist seine Dominanz: In 101 km Umkreis gibt es nichts Höheres, erst die Ostseite dieses Kreises kratzt an der Dammersfeldkuppe in der Rhön.

Der Feldberg (wie man ihn hier nennt – ist ja klar, dass nicht der im Schwarzwald gemeint ist) ist zwar fast bis oben bewaldet, aber wo nicht, zeigt sich ein eindrucksvoller Blick nach unten. Alles liegt auffallend „unten“, wenn man da oben steht; der Berg ist nicht einfach nur der höchste, sondern mit Abstand der höchste Taunusberg. Schon Goethe lobte die weite Sicht, die ihn in die Ferne zog.

Seine exponierte Stellung ist dann auch schuld an seiner Bebauung. Schon die Römer waren schlau genug, den Limes nicht über den Berg, sondern über seine Nordflanke zu ziehen, so konnte man ihn vom Gipfel aus perfekt im Blick behalten. 1859 weihte die Turnerbewegung das erste Wanderheim auf dem Feldberg ein. Optische Telegrafen standen hier, der entstehende Rundfunk unternahm vom Gipfel Reichweitenversuche, und die Europäische Gradmessung hatte hier einen Festpunkt (gemauerter Sockel, der steht noch).

Der etwas untypische, da vollverkleidete Fernmeldeturm ist als solcher nicht mehr in Betrieb, steht aber unter Denkmalschutz, genau wie das bombastische Betriebsgebäude. Dahinter verstecken sich Bergwacht, Bushaltestelle, Feldberghaus, Adlerwarte und das Taunusklub-Wanderheim (zu dem der Aussichtsturm in der Mitte gehört), und links außerhalb steht noch ein Sendemast des Hessischen Rundfunks, von dem man nur die Pardunen sieht – dessen Schatten fällt auf eine Kante des Fernmeldeturms.

Bei Sommersonnenaufgang sind auch die meisten Parkplätze noch frei, und man hat den Berg so ziemlich für sich.

Standort hier, Blickrichtung Süd.

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Bild und Text © Volker Gringmuth


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