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06. Sep. 2005

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Das Nutznetz

Warum Regeln?

In einem System wie dem Usenet, wo

  • unterschiedlichste Benutzer
  • mit unterschiedlichster Software
  • und unterschiedlich guter Netzanbindung
  • an unterschiedlichsten Rechnern
  • unter unterschiedlichsten Betriebssystemen

miteinander kommunizieren, muss es Standards geben, die von allen eingehalten werden, damit die Kommunikation reibungslos funktioniert – zum Beispiel, damit deutsche Umlaute auch bei allen anderen lesbar sind, obwohl die Systeme unterschiedliche Zeichensätze benutzen.

Solange man sich nur aufs Lesen von Newsgroups beschränkt, gibt es kaum Probleme – höchstens die Darstellung von Umlauten kann falsch sein, z.B. beim Forté Free Agent.

Richtig schwierig wirds erst dann, wenn man anfängt, selbst zu posten. Denn leider sind die wenigsten Newsreader ab Werk so eingestellt, dass man gleich drauflosposten kann. Das heißt: man kann schon, aber andere Leute könnten dann damit Probleme bekommen, weil wichtige Standards nicht eingehalten werden.

Typische Fehler von Windows-Newsreadern:

Outlook Express

Falscher Zeilenumbruch (Kammzitat), möglicherweise fehlende Zitateinrückungen, zu lange Zitateinleitung, HTML-Format, Visitenkarte, falscher Umgang mit Umlauten, falsch abgetrennte Signatur, Verfälschung von Betreffzeilen, überflüssige Leerzeilen am Ende

Netscape

Falsche Message-ID, HTML-Format, Visitenkarte, falsch abgetrennte Signatur, Verfälschung langer Betreffzeilen

Forté Free Agent

Probleme mit Umlauten (Versionen vor 1.92), problematische Message-ID

Xnews

Haarsträubend falscher Umgang mit Umlauten, falsche Message-ID, Verfälschung langer Betreffzeilen

Für Xnews habe ich eine eigene Konfigurationsseite erstellt.

StarOffice

Falsche Message-ID, falsches Zitieren, nervende Zitateinleitung, HTML-Format

Hilfestellungen

Links zu FAQs usw. findest du auf meiner Linkseite.

Generell kannst du Fragen zur Einstellung von Newsreadern immer in der Newsgroup de.comm.software.newsreader loswerden. Für einige Newsreader gibt es eigene Gruppen:

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Textformatierung

HTML

hat im Usenet nichts, aber auch gar nichts verloren. Einerseits, weil die wenigsten Newsreader HTML darstellen können, andererseits, weil das Usenet ein stark informations-orientiertes Medium ist, bei dem grafische Gestaltung keine große Rolle spielt, sondern die Datenmengen nur unnötig vervielfachen würde (ein HTML-Posting ist bei gleichem Inhalt bis zu drei Mal so groß wie ein reiner Text). Der Text muss gut und flüssig lesbar sein, mehr nicht.

Links

benötigen kein HTML: Schreib einfach den kompletten URL in deinen Text, z.B. http://volker-gringmuth.de/ oder news:de.newusers.questions – die meisten Reader sind in der Lage, den URL zu erkennen, „anklickbar“ zu machen und dann auch entsprechend zu reagieren.

Problematisch wird es, wenn der Link direkt an ein Satzzeichen, etwa ein Komma oder einen Punkt, angrenzt, weil die Software dann nicht mehr klar erkennen kann, ob der Punkt noch dazugehört oder nicht. In dem Fall setzt du den „Linktext“ einfach in spitze Klammern: <http://volker-gringmuth.de>. Das funktioniert immer. Aber nimm bitte die spitzen Klammern (Größer-als-/Kleiner-als-Zeichen) und keine anderen, weil man sich darauf einmal geeinigt hat.

Textauszeichnungen

sind auch ohne HTML möglich: *Sternchen* bedeuten Fettdruck, /Schrägstriche/ Kursivdruck und _Unterstriche_ eine Unterstreichung. Von einigen Readern wird das dann sogar entsprechend dargestellt!

Auf GROSSBUCHSTABEN sollte man tunlichst verzichten, weil das lautes Schreien bedeutet. Und S p e r r d r u c k ist nur in Büchern sinnvoll – im Usenet führt das oft zu lustigen Zeilenumbrüchen. Abgesehen davon, dass es wirklich etwas angestaubt aussieht.

Zeilenlänge

Üblich ist eine Zeilenlänge von allerhöchstens 80 Zeichen; einerseits, weil dies auf Rechnern ohne grafische Oberfläche meist schon das Maximum ist, andererseits, weil diese Zeilenlänge generell noch bequem lesbar ist. Dabei muss man bedenken, dass der geschriebene Text in den folgenden Postings als Zitat eingerückt wird! Daher ist eine Zeilenlänge von 68–72 Zeichen empfehlenswert.

Absätze

Zwischen zwei Absätze gehört immer eine Leerzeile, ebenso zwischen Zitatblöcken und dazugehörigen Antworten. So bleibt dein Posting übersichtlich.

Abweichungen von den Rechtschreibregeln

Viele Leute „sparen Zeit“, indem sie einen konsequenten verzicht auf großbuchstaben üben – allerdings auf Kosten ihrer Leser, weil ein solches Posting eben mühsamer zu lesen ist. Man bekommt dann oft den ironischen Hinweis: „Deine Shift-Taste ist kaputt!“

Andere versuchen ihre Fragen fragender und ihre Ausrufe ausrufender zu machen, indem sie die Zeichen vervielfachen!!!!!!!! Ob das wirklich den erhofften Erfolg hat?!?!?!?!?!?!?!?!? In meinen Augen jedenfalls sieht so etwas nur lächerlich aus. Das wird gern als „prellende !-Taste“ kommentiert.

Übrigens: vor einem Satzzeichen steht nie ein Leerschritt, auch vor Frage- und Ausrufzeichen nicht. Das hat im Usenet außerdem noch den Grund, dass bei einem Neuumbruch das Zeichen dann einsam auf eine neue Zeile rutschen könnte, was merkwürdig aussieht.

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Schriftarten

Da nur reiner Text ohne Formatierungsmerkmale gesendet wird, hat der Absender eines Artikels keinen Einfluss darauf, mit welcher Schrift sich der Empfänger den Artikel ansehen wird. Man muss also ein wenig aufpassen, dass auch alles richtig lesbar ist.

Proportionalschriften

sind Schriften, in denen die Buchstaben unterschiedlich breit sind – ein „i“ ist wesentlich schmaler als ein „m“. Dazu gehören alle gängigen Fließtextschriften wie Times, Helvetica etc.

iiiiiiiiii
mmmmmmmmmm

Festbreitenschriften

(der Fachbegriff ist eigentlich „dicktengleiche Schriften“) sind Schriften, in denen alle Buchstaben gleich breit sind. Dies sind die klassischen "Schreibmaschinenschriften" wie z.B. Courier.

iiiiiiiiii
mmmmmmmmmm

Normaler Fließtext

(wie z.B. dieser hier) lässt sich im Allgemeinen mit einer Proportionalschrift flüssiger lesen – die Wörter sind nicht so breit, das Auge erfasst die Strukturen besser. Daher lese ich Newsartikel auch lieber mit einer Proportionalschrift.

Besondere Anwendungsfälle

erfordern zwingend eine Festbreitenschrift (das heißt: beim Absender und beim Leser!):

  • Unterstreichungen benutzt man, um z.B. in Zitaten bestimmte Begriffe herauszuheben:

    Das vierte Wort dieses Satzes ist unterstrichen.
                    ^^^^^^

    In einer Proportionalschrift wären die Leerzeichen vor den ^ wesentlich schmaler, die Unterstreichung würde nach links rutschen. Da ist es wichtig, dass sowohl Absender als auch Empfänger eine Festbreitenschrift verwenden!

  • Tabellen lassen sich natürlich auch nur mit Festbreitenschriften richtig erstellen und darstellen, weil die Spaltenabstände nur durch Leerzeichen festgelegt werden. Das Steuerzeichen „Tabulator“ sollte nicht benutzt werden, da es nicht einheitlich interpretiert wird.
  • ASCII-Grafiken, also ganze Zeichnungen aus Schriftzeichen (das geht – in de.sci.electronics findest du komplette Schaltpläne als Plaintext!), sind nur mit Festbreitenschriften zu lesen, eine Proportionalschrift liefert reinen Zeichensalat.

Man könnte natürlich theoretisch auch eine Proportionalschrift dafür verwenden. Aber dann funktioniert das nur, wenn der Empfänger sich den Artikel mit exakt der selben Schrift anzeigen lässt! Bei Festbreitenschriften ist das egal – Hauptsache Festbreite. Eine ASCII-Zeichnung, die mit Courier New geschrieben wurde, sieht mit Andale Mono oder Lucida Console genauso aus.

Fazit

Welche Schrift du zum Lesen benutzt, musst du selbst entscheiden. An meinem Reader finde ich sehr praktisch, dass sich die Schrift mit einem Tastendruck umschalten lässt.

Zum Schreiben von Newsartikeln solltest du unbedingt eine Festbreitenschrift verwenden. In den meisten Readern lässt sich übrigens gar nichts anderes einstellen.

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Zitieren

Kürzung

von Zitaten ist keine Verfälschung, sondern das einzig Richtige. Du musst deinen Vorredner nicht in voller Länge wiederholen (wozu auch?), sondern nur die Punkte anführen, auf die du eingehst. Weiteres auf meiner Zitier-Seite.

Einrückung

Das sind jetzt alles keine bindenden Vorschriften, aber Gewohnheiten, die sich bewährt haben. Du kannst es also gern anders machen, wirst damit aber möglicherweise anecken, weil du anderen das Lesen erschwerst.

  • Zitate aus dem direkten Vorgängerposting werden mit > eingerückt:

    > Kann mir dabei einer helfen?

    Aber sicher.

  • Zitate aus anderen Quellen werden mit | eingerückt:

    Damals schrieb jemand:

    | Das hat mir sehr geholfen, und ich kann das Mittel
    | nur wärmstens weiterempfehlen!

  • Initialen vor der Einrückung sind meistens unerwünscht, weil sie die Einrückung sehr weit werden lassen:

    Ulrich Wiegert-Schmidt schrieb:

    UWS> Hans-Joachim Lieske schrieb:
    UWS>
    UWS> HJL> Diese Zeilen passen wegen der weiten Einrückung
    UWS> HJL> kaum noch in das 80-Zeichen-Limit.
    UWS>
    UWS> Und auch hier wirds schon knapp.

  • Einige Reader verwenden andere Einrückzeichen, wie Doppelpunkt, Semikolon, geschweifte Klammern oder Sterne; dies wird wahrscheinlich nicht bei allen Lesern als Zitateinrückung erkannt. Wer zitierte Zeilen farblich hervorheben lässt, ärgert sich darüber – daher sollten nur die oben beschriebenen üblichen Einrückzeichen verwendet werden.
  • Eine sehr witzige Angewohnheit hat Outlook Express: Er macht es von der Kodierungsart des Bezugspostings abhängig, ob er Zitatzeichen setzt oder nicht. Ist das Bezugsposting quoted printable kodiert, verzichtet er darauf – das muss der Schreibende von Hand nachholen.
Einleitung

Das Zitat wird mit einer solchen „attribution line“ eingeleitet:

Herbert Schlagner <herbert@sonst.wo> wrote:

Diese Einleitungszeile sollte mindestens den Namen des Vorposters enthalten und wirklich nur eine Zeile lang sein. Die E-Mail-Adresse erleichtert die Unterscheidung bei gleichen Namen.

Und wenn die Einleitungszeile mit dem englischen wrote: endet, dann sind einige Reader sogar in der Lage, dies als attribution line zu erkennen (und darzustellen).

Message-IDs, überlange Mailadressen, Datumsangaben, Wiederholungen der Betreffzeile oder Geschwafel gehören hier nicht hinein. Man spricht dann ironisch von einem Einleitungsroman:

Herbert Schlagner <herbert.m.schlagner@mailserv.physik.uni-bixlxfxld.de>
schrieb am Dienstag, 30. Februar 2004, um 13:45:25 Uhr CET (+0100)
in der Nachricht <6783dk$fhe2ks7$5@newsserv.physik.uni-bixlxfxld.de>
zum Thema "Re: Wie leite ich meine Zitate sinnvoll ein? (was: Elektronen)"
folgende Worte, die mich im Innersten getroffen und zum sofortigen
Verfassen einer Antwort bewegt haben:

Zitat-Ebenen

An der Anzahl der „>“ vor einem Zitatblock erkennt man, wie weit das Zitat „zurückreicht“, also in welcher Zitatebene man sich befindet. Daher muss die Anzahl der Einrückzeichen unbedingt erhalten bleiben (d.h. bei jedem Zitiervorgang kommt ein > pro Zeile hinzu), sonst kann es Missverständnisse geben („das hab ich nicht gesagt!“).

Anton wrote:
> Berta wrote:
>> Carlo wrote:
>>
>>> Findest du?
>>
>> Ja.
>
> Wirklich?

Ich auch.

Carlo fragte: „Findest du?“, Berta schrieb: „Ja“, Anton hakte nach: „Wirklich?“, und der Schreiber dieses Beitrags ergänzt „Ich auch“. (Bescheuertes Beispiel, ich weiß.) Mit sortierten Zitat-Ebenen und attribution lines ist es kein Problem, die Zitatblöcke zuzuordnen.

Und jetzt weißt du auch, warum mehrzeilige Einleitungszeilen gehasst sind – dann wird das nämlich sehr unübersichtlich!

Umbruch

Zitate sollten grundsätzlich nicht umbrochen werden.

Wenn ein Reader das allerdings richtig macht (also die Zitatebenen nicht verwürfelt), ist nicht viel dagegen einzuwenden.

Ein falscher Umbruch jedoch, wie ihn z.B. „Outlook Express“ sehr gern vornimmt (ein sogenanntes Kammzitat), wirft die Zitatebenen durcheinander und macht das Zitat komplett unleserlich und unbrauchbar!

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Was ist mit Umlauten?

Umlaute im Header:

Während des Transports eines Postings (also zwischen Abschicken und Empfangen) dürfen im Header eines Postings auf keinen Fall Umlaute oder andere Sonderzeichen stehen. Falls im Absender, Betreff oder anderen Zeilen doch Umlaute verwendet werden, müssen sie kodiert, d.h. nach festgelegten Systemen in Nicht-Sonderzeichen umgewandelt werden. Das erledigt normalerweise der Newsreader, der das Postings abschickt; ein empfangender Newsreader löst die Kodierung wieder auf und stellt die Sonderzeichen als Sonderzeichen dar.

Beispiel:

  1. Im Absender steht Rüdiger Möller
  2. Verschickt wird =?ISO-8859-1?Q?R=FCdiger_M=F6ller?=
  3. Der empfangende Newsreader entschlüsselt das wieder zu Rüdiger Möller

Warum das so sein muß und warum man manchmal gerade dann den Eindruck hat, es funktioniere, wenn es das nicht tut, habe ich mal in einem Posting etwas unterhaltsam dargestellt...

Das ist der Idealfall. Viele Reader können entweder das eine oder das andere nicht, oder sie können beides nicht:

  • Outlook Express muss man erst dazu einladen (in den Einstellungen), aber dann gehts
  • Xnews kann dekodieren, aber nicht kodieren – wenn man damit auf ein richtig kodiertes Subject antwortet, ist das Subject der Antwort unkodiert!
  • Gravity kann weder – noch
  • Forté Free Agent kann es erst ab Version 1.92 (August 2002)
im Body (Nachrichtentext):

Sonderzeichen können im Body vorkommen und sogar unkodiert (genauer: 8bit-kodiert) verschickt werden. Sie müssen dann aber im Header „deklariert“ werden, damit der empfangende Reader weiß, welche Kodierungsmethode angewendet wurde, und zu welchem Zeichensatz die Sonderzeichen eigentlich gehören, d.h. nach welcher „Übersetzungstabelle“ er die Kodierungen wieder in Sonderzeichen umwandeln soll. Eine richtige Sonderzeichendeklaration sieht z.B. so aus (Headerzeilen):

Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1
Content-Transfer-Encoding: 8bit

Das sagt allen empfangenden Systemen, dass die 8bit-Zeichen deines Postings so, wie sie sind, für 8bit-Zeichen stehen und gemäß dem Zeichensatz iso-8859-1 interpretiert werden sollen. Das genügt, wenn du die normalen deutschen Umlaute (äöüßÄÖÜ) oder die in Mitteleuropa üblichen diakritischen Zeichen (z.B. é, ñ, ø) verwendest. Sollte dein Posting allerdings z.B. ein Euro-Zeichen enthalten, ist die Sache komplizierter. Es kommt also ganz auf dein Posting an, wie die richtige Deklaration aussehen muss!

Einklich sollte das Deine Software entscheiden – leider machen es längst nicht alle richtig.

Wenn Umlaute nicht kodiert bzw. deklariert werden, bleibt es dem Zufall überlassen, wie sie beim Leser ankommen. Richtig lesbar werden sie nur sein, wenn der Empfänger zufällig den selben Zeichensatz eingestellt hat wie der Absender.

Wer sich im deutschen Sprachraum mit einem nicht voll sonderzeichen-fähigen Reader bewegt, muss entweder auf Umlaute verzichten (was bei Antworten schwierig werden könnte – dann muss man evtl. Subject und Zitate ändern!), oder er schaltet zwischen Reader und Usenet einen lokalen Server wie Hamster oder Morver [->Links], die die Windows-Zeichenkodierung in passende Kodierungen umwandeln können.

Das gilt vor allem für Xnews, Free Agent (vor Version 1.92), Gravity und Opera.

Mehr zu Umlauten in der Umlaute-FAQ.

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Was ist eine Message-ID?

Die Message-ID ist das „amtliche Kennzeichen“ eines Usenet-Artikels. Sie muss weltweit eindeutig einem einzigen Artikel gehören. Weiteres dazu findest du hier.

Sie besteht aus einem FQDN, einem weltweit eindeutigen Namen des Rechners, von dem das Posting stammt, und einem localpart, den sich dieser Rechner nur einmal ausdenken darf (meist wird dazu eine Zeitkodierung verwendet). Dazwischen steht ein @, so dass eine Message-ID wie eine E-Mail-Adresse aussieht: <localpart@FQDN>

Normalerweise sollte eine Message-ID nicht vom Newsreader gesetzt werden, sondern vom Server, bei dem der Artikel eingeliefert wird. Wenn du dennoch selbst eine ID setzen willst, brauchst du einen FQDN, den du kostenlos bekommen kannst.

Viele Newsreader vergeben ausgehenden Postings eine Message-ID, die falsch ist, weil ihre Eindeutigkeit nicht garantiert werden kann:

  • Netscape benutzt als FQDN die Domain der E-Mail-Adresse. Das ist der einzige große Fehler im Netscape-Reader. Abhilfe ...
  • Xnews bildet ein „ID-Token“ aus der Mailadresse des Absenders. Dieses Token wird in den localpart eingebaut (wogegen noch nichts einzuwenden ist), als FQDN wird der Name des Newsservers verwendet (was völlig falsch ist, das darf nämlich nur der Server selbst!). Abhilfe ...
  • Auch Free Agent verwendet den Namen des Newsservers. Abhilfe: in der agent.ini den Wert von „GenerateID“ auf Null setzen.
  • StarOffice verwendet als FQDN den im Betriebssystem eingetragenen Rechnernamen oder, wenn es keinen findet, „mis.configured.host“. Abhilfe: dem Rechner in den Netzwerkeigenschaften einen eindeutigen Namen (FQDN) geben, sofern möglich.

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Was ist eine Signatur?

Inhalt

Eine Signatur hat in diesem Zusammenhang nichts mit der Briefunterschrift zu tun, sondern ist eine Art Fußteil eines Usenet-Postings. Hier kann man Inhalte unterbringen, die in den Text nicht hineingehören und mit diesem meist gar nichts zu tun haben – etwa die eigene Wohnadresse, die URL der eigenen Website, eine ASCII-Grafik oder einen lustigen Spruch. Eigentlich bestehen hier keine Einschränkungen, sogar kommerzielle Werbung – ansonsten im Usenet ein rotes Tuch – ist in der Sig geduldet.

Länge

Eine Signatur besteht aus maximal vier Zeilen Text (plus Trenner), die jeweils 80 Zeichen lang sein dürfen (weil eine Sig normalerweise nicht mitzitiert wird). Diese Beschränkung ist sinnvoll, weil sonst irgendwann die Sigs länger als die Inhalte werden, was nicht im Sinne des Erfinders wäre.

Trenner

Wichtig an einer Sig ist die richtige Abtrennung vom Rest des Postings. Der Trenner besteht aus zwei Minus- und einem Leerzeichen in einer eigenen Zeile für sich, in der nächsten Zeile beginnt dann die eigentliche Signatur.

Anhand dieses Trenners können viele Newsreader mit der Sig einige interessante Sachen anfangen: Sie stellen sie im Posting beispielsweise in einer anderen Farbe und/oder Schrift dar. Bei mir sieht das dann z.B. so aus (alles, was nach „lino“ kommt, ist Signatur):

[Beispiel: Signatur]

Andere Reader zeigen die Sig gar nicht erst an, und fast alle Reader lassen die Sig beim Antworten weg, zitieren sie also gar nicht erst mit.

  • Ärgerlich für Outlook-Express-Benutzer: diese Software konnte lange keinen richtigen Sigtrenner setzen (erst ab Version 6.00.2800.1123 funktioniert das – ältere Versionen sind noch weit verbreitet), vor dem Versenden wird dann das Leerzeichen immer abgeschnitten, selbst wenn manuell eins gesetzt wurde. Was nicht gerade zur Beliebtheit von OE im Usenet beiträgt – zum Erstaunen der OE-Benutzer, da OE so ziemlich der einzige Newsreader ist, der mit einem Sigtrenner aber auch gar nichts anfangen kann.
  • Auch Netscape 4.x setzt einen falschen Trenner, wenn man zum Schreiben den HTML-Editor benutzt und die Signatur aus einer Datei einbauen lässt. Im Texteditor dagegen ist alles in Ordnung, und von Hand geht es auch gut.
Visitenkarten

haben mit Signaturen nichts zu tun. Visitenkarten sind angehängte Dateien, die von den meisten Readern nicht ausgewertet werden können. Und daher unerwünscht.

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